Seit sich auf deutschen Straßen immer mehr E-Autos wiederfinden, sind die kostenlosen Lademöglichkeiten, die zum Beispiel der Einzelhandel anbietet, so langsam aber sicher passé.

Die Energiekrise geht natürlich auch dort nicht spurlos vorbei. Die Kosten werden immer unübersichtlicher. Deshalb haben die ersten Ketten das Image-pflegende Angebot schon beendet. Diesem Trend folgen nun auch Kaufland und Lidl. Dies teilte die Schwarz-Gruppe als Mutterkonzern am Montag mit.

Das Laden an den Säulen wird dennoch bestehen bleiben. Allerdings kostet dann jede Kilowattstunde. An AC-Ladepunkten sind dann bis zu 43 Kilowatt Ladeleistung 0,29 Euro pro Kilowattstunde fällig und an DC-Ladepunkten mit bis zu 149 Kilowatt Ladeleistung bis zu 0,48 Euro pro Kilowattstunde.

Mit dem Ende des Gratisladens solle der weitere Ausbau sowie die Instandhaltung der E-Ladestationen gewährleistet werden.Lidl und Kaufland betreiben momentan rund 1300 Ladepunkte.

An diesen Ladestationen ist der Boom der Elektroautos enorm zu spüren. Im Jahr 2020 haben im Durchschnitt vier Elektroautos am Tag an einer E-Ladestation von Lidl ihre Akkus aufgeladen, bei Kaufland neun Autos. 2021 hat sich diese Anzahl schon bei Beiden verdoppelt.

Mittlerweile verzeichnet das Handelsunternehmen an Spitzentagen im Durchschnitt beiKaufland rund zwanzig Ladevorgänge und bei Lidl fünfzehn. Das geht natürlich bei den Strompreisen ganz schön ins Geld.