Weilerswist’s Bürgermeisterin reicht’s – sie möchte für ihre Stadt eine DNA-Datenbank für Hunde, um künftig gegen die vielen Hundehaufen im Ort im Kreis Euskirchen vorzugehen.

In vielen Gebieten der Stadt tummeln sich Haufen neben Haufen, was nicht nur hässlich anzusehen ist, sondern auch für die Mitarbeiter des Bauhofes eine Herausforderung darstellt. Denn wenn diese die Wiesen mähen, wird es echt ekelig, weil ihnen die Scheiße im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren fliegt.

In den letzten Monaten kommt es zu immer mehr Beschwerden, weil viele Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht beseitigen. Deswegen möchte Bürgermeisterin Anne Horst nun den Riegel vorschieben und eine DNA-Kartei von allen Hunden in der Gemeinde einrichten, um den Übeltätern so auf die Schliche zu kommen.

Hundebesitzer müssten dann Speichelproben ihrer Hunde bei der Gemeinde abgeben. Sobald es zu einer Beschwerde kommt, nimmt ein Polizist oder ein Mitarbeiter des Ordnungsamt eine Probe des Kots. Diese wird dann in einem Labor ausgewertet.

Die Bürgermeisterin hofft, dass die DNA-Kartei kostenneutral wird. Sie geht davon aus, dass das Verfahren für die gesetzestreuen Hundebesitzer nicht zu höheren Steuern führt. So möchte sie, dass die, die den Kot ihrer Hunde liegen lassen, hohe Bußgelder und die Kosten für die jeweiligen Tests selbst zahlen müssen.

Aber bevor es soweit ist, muss der Städte- und Gemeinde erst überprüfen, ob sich die Kartei mit den Datenschutzregeln verträgt. In Rheinland-Pfalz zum Beispiel wurde eine entsprechende Bitte der Gemeinde Selters vom Land abgelehnt.