Mehr als 14 Milliarden Euro an Hilfen hat Ministerpräsident Hendrik Wüst für NRW angekündigt. Laut seiner Aussage wird seine Regierung mit der Finanzierung des landeseigenen Hilfspaket an die Schmerzgrenze gehen.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung möchte die Folgen der Energiekrise für Wirtschaft und Bevölkerung mit diesem Hilfspaket abfedern. Um die Finanzierung zu stemmen, geht es zum Beispiel an die komplette allgemeine Rücklage des Haushalts.

Es wurden insgesamt drei Entlastungspakete vom Bund beschlossen. Dazu wird das Erste den NRW-Haushalt ab dem kommenden Jahr mit 3,5 Milliarden Euro belasten. Hinzu kommt ein Rettungsschirm für die Stadtwerke im Land mit Krediten in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro. Die Universitätskliniken sollen mit 2,5 Milliarden Euro abgesichert werden.Außerdem soll es mit 3,5 Milliarden Euro weitere Hilfen für diejenigen geben, die trotz der Preisbremsen für Gas und Strom zusätzliche Hilfen benötigen. Dazu gehören unter anderem Einrichtungen für Kinder oder Sportvereine, die als Orte der sozialen teilhabe den Winter über offen bleiben müssen.

Weitere Investitionen sollen die energiepolitische Unabhängigkeit verbessern und die Standhaftigkeit des Staates in Krisenzeiten verbessern, weitere Details gab es dazu aber nicht.

Seitens der Opposition gibt es Kritik für Hendrik Wüst. So warf FDP-Fraktionschef Henning Höne ihm vor, dass die Milliardenhilfen finanziell nur mangelhaft abgesichert sind. Thomas Kutschaty von der SPD hielt Wüst vor, dass er zu lange mit eigenen Hilfen für NRW gewartet und stattdessen gegen den Bundeskanzler opponiert habe.