Ob Standortdaten, Kommunikationsprofile oder Chat-Verläufe: Behörden in den USA fragen immer häufiger bei Tech-Konzernen an und bekommen Daten frei Haus geliefert.

Den meisten Nutzern ist wohl klar, dass das was Konzerne wie Google,Facebook, Amazon, Microsoft und viele andere über ihre Nutzer wissen, ist alles andere als belanglos.

Jedes noch so kleine Detail wird eingesammelt und auf den“Big-Data-Haufen“ geworfen. Zu dem Zweck, dass noch präziser auf unsere Wünsche eingegangen werden kann. Klar, denn im besten Fall ist das gewinnbringend für die Konzerne.

Bei uns in Europa schützt uns die DSGVO. Denn diese sorgt dafür, dass unsere Daten nur im gewissen Rahmen gespeichert werden und somit einem Missbrauch der Daten vorgebeugt wird.

In den USA sieht das ganz anders aus. Und das machen sich dort Polizei und Behörden zunutze. Somit werden Facebook und Co. zum neuen Freund und Helfer. Ein simpler Durchsuchungsbefehl reicht schon aus, um Einsicht in die gespeicherten Daten zu erhalten. Somit versorgen die Plattformen die Behörden nach Anforderung mit den gewünschten Daten.

Dies basiert auf einem Gesetz aus dem Jahr 1986. Aus einer Zeit, in der es noch keine Cloud-Dienste und auch kein „Big Data“ gab. Noch dazu kommt dann, dass die Betroffenen, anders als bei einer Wohnungsdurchsuchung, häufig nichts von der Online-Durchsuchung wissen. Die meisten Plattformen informieren ihre Nutzer darüber nicht.

Selbst zur Strafverfolgung der nun in vielen US-Staaten wieder strafbaren Abtreibung werden Daten abgerufen. Deswegen wird den Frauen empfohlen, bei solchen Terminen keine Smartphones bei sich zu haben.

Gut zu wissen: In Europa hat jeder Bürger ein Recht darauf, nach DSGVO zu erfahren, welche Daten über ihn oder sie gespeichert sind – und die Löschung dieser Daten zu verlangen.