Momentan kommt es in den Apotheken zu Lieferschwierigkeiten bei Medikamenten. Vor allem bei flüssigen Paracetamol, als Wirkstoff in Schmerz- und Fiebersäften, scheint es Engpässe zu geben. Deswegen wird nun öfters auf den Wirkstoff Ibuprofen, z.B. in Nurofen enthalten, ausgewichen.

Das betrifft aber nicht nur die Apotheken vor Ort sondern auch viele Online-Apotheken. Diese Säfte werden vor allem von Kinderärzten verschrieben. Die Dosis der Säfte ist genau auf die Kinder abgestimmt.

Für die Lieferschwierigkeiten gibt es laut dem „Arznei-Telegramm“ mehrere Gründe. Ratiopharm gibt an, dass die Lieferengpässe mit einer kurzfristig extrem gestiegenen Nachfrage zusammen hängen. 1A-Pharma aber sagt, dass das Unternehmen aufgrund gestiegener Rohstoffpreise die Produktion des Paracetamol-Saftes einstellen möchte. Vor zwölf Jahren gab es noch 11 Hersteller dieser Säfte, heute sind es noch 2. Da kommt es dann auch schneller zu Engpässen.

Alternativen sollten immer mit dem Kinderarzt abgestimmt werden. Denn nicht für jedes Kind ist Ibuprofen geeignet. Mit entsprechenden Rezept könnte es auch möglich sein, sich in der Apotheke einen Paracetamolsaft anfertigen zu lassen. Eine andere Möglichkeit wären dann noch Fieberzäfpchen.