Seit dem Beginn des laufenden Schuljahres wird an einigen Grunschulen das Schulfach „Praktische Philosophie“ unterrichtet. So ein neues Thema bietet erstmal wenig Zeit zur Vorbereitung, von der personellen Besetzung ganz zu schweigen.

Das Fach wurde rund ein Jahr nach dem Start des Pilot-Vorhaben von Kulturkommunikation Daniela Daus eingeführt. In diesem Jahr gab es von August bis Oktober im Lippstädter Atelier T8 die Fortsetzung. Unter dem Motto: „Wer bin ich?“ wurde eben solche aber auch andere existenziellen Fragen in insgesamt sechs Einheiten des Projekts „Wer schaltet nachts die Sterne ein? Kinder können Philosophie“ künstlerisch sowie im geführten Gespräch mit neun Grundschulkindern aufgearbeitet.

Die Kinder, die an dem Projekt teilgenommen haben, kommen aus Familien, die vom Kooperationspartner Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) Lippstadt begleitet werden.Der künstlerisch-kreative Teil fand unter der Leitung der Bildenden Künstlerin Katinka Winz statt, und der Gesprächs-Teil wurde von Pädagogin Christine Thiemeyer geführt.

Ziel des Projektes war es, die Kinder bei der Erforschung ihrer inneren Landschaften und der Diskussion ihrer Erfahrungen zu unterstützen. Noch dazu schult so ein Projekt auch ihre Rhetorik und Argumentationskompetenz. Für die teilnehmenden Kinder und ihre Eltern war das Angebot kostenfrei.

Somit bot die Fortführung des Projekts nicht nur für die Initiator*innen die Möglichkeit der inhaltlichen Optimierung, sondern könnte nun eben auch von besonderer Bedeutung für die hiesigen Grundschulen sein.

„Wir sind in 2021 mithilfe der Karl Bröcker Stiftung mit einer Idee aus Frankreich an den Start gegangen, und freuen uns, dass Philosophie für Kinder in NRW nun flächendeckend in die Schulen kommt. Aufgrund unserer Projekterfahrung sind wir dazu in Kontakt mit mehreren Schulen, denn das neue Fach ist in den meisten Fällen noch im Aufbau“, so Projektorganisatorin Daniela Daus.

Die Projektumsetzung übernimmt Kulturkommunikation Daniela Daus nach einem Konzept von Marcel Eteki, mit großzügiger finanzieller Hilfe der Karl Bröcker Stiftung. Bei Interesse an der Reihe können Anfragen per Email an daniela.daus@kultur-daus.de gerichtet werden.