Wer kennt ihn mittlerweile nicht? Den Nummer 1 Hit der Deutschen Single Charts „Layla“. Dahinter stecken DJ Robin und Schürze (bürgerlich Michael Müller), aber auch Produzent Matthias Diestel (bekannt als„Ikke Hüftgold“).

Nach zwei Jahren Corona darf in Deutschland wieder ordentlich gefeiert werden. Nun scheiden sich an dem Sommerhit die Geister. Die Stadt Würzburg hat den Ballermann-Hit auf ihrem Kiliani-Volksfest verboten, der Text sei zu sexistisch. Nun zieht auch Düsseldorf nach und verbietet den Song zumindest in den Festzelten auf der Rheinkirmes. Man vermutet, dass noch andere Städte nachziehen.

Wir können uns vorstellen, dass es dort ähnlich ablaufen könnte wie in Würzburg. Denn dort ließ sich das Partyvolk das Lieblingslied der Deutschen nicht nehmen und grölte es auch ohne Hilfe von der Band im Chor. Auf TikTok und Instagram kursieren dort mehrere Videos.

Produzent Ikke Hüftgold freut sich über die Diskussion des Ballermann-Hit. RTL.de gegenüber äußerte er, dass die ganze Aktion eine riesige Promo ist. Seiner Meinung nach passt Layla zum Zeitgefühl und habe keinerlei Aspekte, die es zu verbieten gebe. „Der Song ist Ballermann-Kultur und Musikkultur, und ich freu mich, dass wir so viel Unterstützung von der Stadt Würzburg bekommen. Dankeschön!“.

Aus Erfahrung weiß man doch, was untersagt ist, wird interessanter. Wenn Festbesucher ihren Sommerhit auswendig und a cappella mitsingen, kann ihnen dies niemand verbieten. Auch Inhalte von Partyschlagern sind von der Kunstfreiheit gedeckt, sie handeln nun mal oft von Alkoholexzessen oder Sexeskapaden. Wenn irgendwann kaum noch Menschen solche Texte hören wollen, werden sie ganz von allein aus den deutschen Festzelten und vom Ballermann verschwinden.

Das werden sich Viele in einer demokratischen Gesellschaft nicht gefallen lassen. Wenn man „Layla“ verbietet, müssten auch viele andere Lieder verboten werden. Da lassen sich Einige finden, wenn man sich diverse Deutsch-Rap-Lieder oder andere Schlagerhits anhört.

Ikke Hüftgold wirbt nun für die Petition #freelayla die man unter https://chng.it/JvkM72kP unterzeichnen kann. Im Infotext der Petition heißt es unter anderem: „Gegen Zensur! Für ein Leben nach Corona! Für künstlerische Freiheit! Für Freiheit und freie Meinungsäußerung!“[…]“Die persönlichen Freiheitsrechte, die künstlerische Freiheit und der Wunsch der breiten Masse wird somit mit Füssen getreten!“

Wir sind gespannt, welche Diskussionen und Verbote noch auf „Layla“ zukommen.