Als erste deutsche Behörde nutzt das Duisburger Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste(LZPD) seit Anfang des Jahres einen Roboterhund. Diesen hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) im Januar der NRW-Polizei präsentiert. Solche Roboterhunde können Aufgaben erledigen, die für Menschen oder echte Hunde zu gefährlich sind.

Zum ersten Mal wurde der Roboterhund „Spot“ dann bei einem Großbrand in Essen eingesetzt. „Spot“ machte unter anderem Aufnahmen in der Brandruine, die zu dem Zeitpunkt wegen Einsturzgefahr noch kein Ermittler betreten durfte. Der Roboterhund ist auch weiter im Einsatz.

Laut LZPD wird nun der zweite Roboterhund gemeinsam mit den Fachdienststellen erprobt. So wird er im „Innovation Lab“ des Landesamtes für polizeiliche Dienste am Duisburger Hafen getestet, wo die nordrhein-westfälische Polizei immer neue Techniken ausprobiert und an bestehende Produkte und deren Bedürfnisse anpasst. Aber auch in „freier Wildbahn“ werden Tests gemacht.

Der neue „Spot“ hat zudem ein neues Feature – einen Roboterarm. Laut Hersteller Boston Dynamics ist der Arm des Roboterhundes extrem beweglich, hat eine LED-Lampe und eine Kamera integriert. Der Arm kann elf Kilo heben und fünf Kilo halten. Ein „Spot“ ohne Arm kostet beim US-Hersteller zurzeit umgerechnet rund 75.000 Euro. Wie hoch die Kosten für den weiter entwickelten „Spot“ sind, verrät die Herstellerfirma nicht.