Zur Zeit hagelt es immer mehr Beschwerden von Menschen, bei denen Briefe verspätet oder gar nicht ankommen. Die Situation kennen wir schon aus dem Sommer, da hatte die Deutsche Post eigentlich eine „stabile Lage“ in Aussicht gestellt.

Die zuständige Bundesnetzagentur teilte nun mit, dass im September knapp 5.000 Post-Beschwerden eingegangen sind. Eine ungewöhnlich hohe Zahl, wenn man mit anderen Zeiträumen vergleicht.

Die Regulierungsbehörde leitete im September zwölf „anlassbezogene Prüfungen“ ein und forderte die Deutsche Post DHL zur Beseitigung der Mängel auf. Auch im August wurden solche Prüfungen eingeleitet. Diese Prüfungen sind aber nur eine schriftliche Ermahnung – ein Druckmittel wie Sanktionen hat die Regulierungsbehörde nicht.

Zuletzt hatte die Post von „Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung“ in den Sommermonaten Juli und August gesprochen. Dies wurde mit einem coronabedingt hohen Krankenstand und mit einem Fachkräftemangel begründet.

Eine Firmensprecherin sagte zu der Situation, dass die betriebliche Lage inzwischen „wieder stabil“ Ist. Aber die nun vorliegenden Zahlen deuten daraufhin, dass einige Probleme bei der Briefbeförderung noch immer nicht behoben sind.

Jeden Monat werden in Deutschland etwa eine Milliarde Briefsendungen verschickt. Wenn man diese Menge ins Verhältnis zu den aktuellen Beschwerden setzt, so ist deren Zahl verschwindend gering. Man muss aber dazu sagen, dass sich nicht jeder wegen eines verspäteten Briefs direkt beschwert.