In diesem Monat stehen mal wieder ein paar Änderungen an – hier erfahrt ihr welche es sind.

9-Euro-Ticket und Tankrabatt laufen aus – ab September werden Tanken und Bahn fahren wieder teurer.

Transparentere Arbeitsbedingungen – neue EU-Richtlinie tritt in Kraft. Neue Arbeitsverträge müssen nun transparenter sein. Weil ein EU-Gesetz zu vorhersehbareren Arbeitsbedingungen in Kraft tritt, soll in neu aufgesetzten Verträgen eine Reihe von Rahmenbedingungen festgehalten sein: etwa, ob Überstunden ausbezahlt werden oder abzufeiern sind, wie lange eine eventuelle Probezeit dauert und bis wann genau bei befristeten Verträgen das Beschäftigungsverhältnis andauert.

Bafög-Sätze steigen – Der Förderhöchstsatz für Bafög-Empfänger/innen wird von 861 Euro auf 934 Euro angehoben. Der Grundbedarfssatz steigt um 5,75 Prozent auf 452 Euro im Monat. Der Wohnkostenzuschlag für Studierende, die nicht im Elternhaus wohnen, erhöht sich um von 325 Euro auf 360 Euro. Bafög-Empfänger, die nicht bei ihren Eltern wohnen, erhalten einen einmaligen Heizkostenzuschuss von 230 Euro für die Heizperiode 2021/2022.

Gas-Notfallplan tritt in Kraft – Wegen der Energiekrise wollen die EU-Staaten ab diesem Monat weniger Gas verbrauchen. Ein Notfallplan sieht vor, dass die Mitgliedstaaten den nationalen Konsum im Zeitraum ab August bis zum 31. März 2023 freiwillig um 15 Prozent senken. Wie das Ziel erreicht werden soll, bleibt den Staaten überlassen.

Masern-Impfpflicht gilt uneingeschränkt – Kinder, die neu in einer Kita oder Schule aufgenommen werden, müssen bereits seit März 2020 einen Masern-Impfschutz nachweisen. Bis 31. Juli müssen nun auch Nachweise für Kinder und Beschäftigte da sein, die am 1. März 2020 schon in den Einrichtungen waren. Nichtgeimpfte Kinder können ab 1. August vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Gegen ungeimpfte Angestellte können die Gesundheitsämter ein Tätigkeits- oder Betretungsverbot aussprechen.

Mindestlohn steigt in manchen Branchen – einige Berufsgruppen sollen ab August mindestens 13,35 Euro in der Stunde verdienen.

GmbHs gründen wird leichter – ab August 2022 soll es die Möglichkeit geben, GmbHs online zu gründen. Den dafür nötigen Termin beim Notar muss man künftig nicht mehr in Präsenz wahrnehmen, sondern kann ihn online per Videokonferenz erledigen. Auch die für die Gründung einer GmbH nötige Eintragung ins Handelsregister kann man mit dem Notar dann online abwickeln.

Titandioxid in Lebensmitteln verboten – Dieser ist ein Zusatzstoff und nun in Lebensmitteln (E171) verboten. Der Stoff wird zum Weißfärben oft in Kaugummis, Aufstrichen oder Zahnpasten verwendet. Die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) isr zu dem Schluss gekommen, dass eine Schädigung des genetischen Zellmaterials durch Titandioxid als Lebensmittelzusatz nicht ausgeschlossen werden könne.