Aus Gründen der Energie- und Klimakrise regt die Deutsche Umwelthilfe an, dieses Jahr auf die Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. Die Aufforderung zum Sparen gilt nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für Städte und Gemeinden.

Der Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der Deutschen Umwelthilfe meint, dass es diesen Winter eine Selbstverständlichkeit sein muss, auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. Er schlägt eine Beschränkung auf einen Baum pro Stadt und Gemeinde vor. Auch im Privaten sollen die Menschen auf „Beleuchtungsorgien“ verzichten.

Allein Privathaushalte hätten laut Resch einen Stromverbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden. Er fordert einfach, dass die übertriebene Weihnachtsbeleuchtung überlegt werden sollte. Auch bei ihm zuhause wird es einen Adventskranz geben und einen mit LED-Dioden bestückten Baum. Nur dieser wird nicht die ganze Zeit brennen.

Aber auch unabhängig von der Anregung der Deutschen Umwelthilfe wurden im Vorfeld Sparmaßnahmen von einigen Kommunen und Städten in NRW angekündigt. In Köln wird zum Beispiel die festliche Beleuchtung auf „Hohe Straße“ und „Schildergasse“ ab 22.00 Uhr ausgeschaltet. Weitere Städte, die die Weihnachtsbeleuchtung reduzieren wollen, sind Aachen, Bielefeld, Münster und Düsseldorf.

Die Essener Marketing GmbH hat angekündigt, den Stromverbrauch auf dem Weihnachtsmarkt um 20 Prozent zu verringern. Deswegen soll die Beleuchtung der Marktstände dieses Jahr deutlich später eingeschaltet werden als in den Vorjahren. Auch auf „einige atmosphärische Lichtelemente“ will man verzichten.

In sozialen Netzwerken stößt der Vorschlag der Umwelthilfe im Großen und Ganzen auf wenig Gegenliebe. Die Idee, Weinhachtsbeleuchtung zu begrenzen, geht zu weit.